Tee O Matic


Aktorik zum zeitgenauem entfernen des Teesiebs beim Teebrüh-Vorgang


Author: Thomas SchmidtDatum : 11.01.2005



Problem
Lösung
erweiterung der Lösung
das Resultat in Bild und Film

Problem :

Leider kommt es bei meiner Arbeit oft vor, dass meinem Tee (vorzugsweise Darjeeling 1th Flush) nicht die nötige Aufmerksamkeit zukommt. Schon viele Aufgüsse waren umsonst ... :-(

Lösung :

Als Lösung wurde das Programm wmTea, eine Dockapplikation für den unter Linux nutzbaren Window Manager "Window Maker" (... ein weiterer NextStep Clon ...), von mir aus der Taufe gehoben ...
wmTea download Site
mit Zeitanzeige ...
 . . .  und Zustandsindikator (rotes Teebeutelschildchen)
Leider hilft auch dies nicht - dem Monitor will auch Beachtung geschenkt werden ...

erweiterte Lösung :

Die Idee einen, von "wmTea" gesteuerten, Aktor zu bauen, gab es schon lange. Zuerst habe ich immer an neue Teile gedacht, aber der Artikel der "c't" öffnete mir die Augen für den ganzen alten Computer Trödel der mich umgibt. Das nun fertige Gerät besteht hauptsächlich aus einem nicht mehr funktionsfähigen CDROM-Laufwerk, aus welchem die Laser Einheit entfernt wurde ( aus Sicherheitsgründen und schnelleren Initialisierung der LW elektronik wegen ), und einem sehr Leistungsschwachen ATX Netzteil ohne Pentium IV Spannungsversorgung. Leider ist in kaum einem heutigen PC Platz mehr für ein derartiges Gerät ...
Am Anfang habe ich mir Gedanken über die Kommunikation zwischen Aktorik b.z.w. Sensorik und PC gemacht, und heraus kam eine Lösung mit PIC-Microkontroller (16F628) und und RS232 Schnittstellenwandler (MAX232). Nebenbei: - ein hervorragender Anlass die PIC Mikrokontroller kennenzulernen ...
Auf dem Microkontroller ist ein kleines PIC-Assembler Programm implementiert, welches die Schaltzustände der Sensoren ausliest, den Optokoppler für den Aktor ansteuert und die RS232 Schnittstelle bedient :

Assembler Dateien

Das PIC ist nun in der Lage klartext Befehle (über die RS232 Schnittstelle) im "AT" Stil zu Interpretieren, und daraufhin entsprechende Aktionen auszuführen. Dies hat den Vorteil, dass eine Kommunikation mit einem Terminal Programm ( z.B. Minicom oder Hyperterminal ) möglich ist. Die folgenden Befehle sind implementiert oder geplant :

BefehlBedeutungimplementiert
ATDTStart der Brühsequenz (Aktor fährt runter)X
ATZEnde des Brühens mit Schwenksequenz (Aktor fährt 3x rauf und runter und verharrt dann oben)X
ATXZEnde der Brühsequenz OHNE Schwenken (zum schnellen Abbruch) X
ATRS nAuslesen des Sensors n
ATWA nEinen Aktor n setzen
ATSTAStatus AusgebenX
ATRESETGerät zurücksetzen
ATVKomplette Startmeldung auf dem Terminal ausgebenX

Die CDROM-LW Elektronik als Steuerung für den Aktor (CDROM-LW Schubladen-Motor) wird mit einem Optokoppler angesteuert, welcher den Auswurftaster brückt.
Um die Endlagen der Laufwerksschublade zu erfassen, wurden 2 HAL-Sensoren ( reagieren auf ein magnetisches Feld ) auf der Rückseite montiert. Auf der Schublade aufgebrachte Magnetstreifen lösen die Sensoren aus.

das Resultat in Bild und Film :

Film 1 (Start)


Film 2 (Endsequenz mit "Schwenkautomatik")